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Schülerfirma M&H der Heinrich-Böll-Schule erledigt künstlerischen Auftrag
Einen ganz ungewöhnlichen
Auftrag erledigen zur Zeit Schülerinnen der Heinrich-Böll-Schule:
Sie fertigen für die Preisträger des Wettbewerbs „Familienfreundlicher
Betrieb“
Pokale als Holzskulpturen
in künstlerischer Qualität an, die nach ihrer Überreichung
einen gebührenden Platz auf den Schreibtischen der Preisträger
finden werden. Nachdem der Landkreis an die Heinrich-Böll-Schule herangetreten
war, zeichnete Caroline Buddenberg , Schülerin der Klasse 10 b innerhalb
von 20 Minuten einen überzeugenden Entwurf, der vom Auftraggeber sofort
akzeptiert wurde. Der Terminvorgabe wegen wurden die Schülerinnen
Caroline Buddenberg, Jaenette und Desirée Rasper sowie Sarah Siebert
an zwei Vormittagen in den Herbstferien unter Betreuung ihres Klassen-
und Werklehrers, Hans-Jürgen Poskowsky, tätig und griffen zu
Bildhauerwerkzeugen, mit denen die Schule ausgestattet ist, um die grobe
Form herauszuarbeiten. Die Idee, die Skulpturen aus mehreren gehobelten
Brettern aus amerikanischer Wildkirsche zusammenzufügen, führte
zu einer wesentlichen Arbeitserleichterung, da die groben Umrissformen
nun mit der Bandsäge und einer Dekupiersäge ausgeschnitten und
zusammengeleimt werden konnten. Zum ersten Mal kam auch eine Spezialraspel
mit Hartmetallspitzen zum Einsatz. Mühsamer Arbeitsaufwand konnte
dadurch vor allem bei der Ausarbeitung von Vertiefungen verkürzt werden.Bleibt
immer noch der „letzte Schliff“, der in geduldiger Handarbeit erledigt
werden muss. Die fertigen Skulpturen erhalten zur Hervorhebung der Holzmaserung
die „letzte Ölung“, ein Hartöl, das mit einem Lappen aufgetragen
wird. Zum Schluss wird die Form auf Hochglanz poliert. Was die Schülerfirma
sonst noch macht: Momentan erledigen die „Metaller“ unter Anleitung des
Werklehrers Wolfgang Riedel einen Auftrag zur Herstellung von 200 Garderobehaken,
die für die Besucher des Städtischen Festsaals benötigt
werden. Im Juni haben die „Holzwürmer“ drei stabile Tischbänke
aus Lerchenholz für den Jugendzeltplatz Meesdorf gebaut, die Metallwerkstatt
lieferte kleine unverwüstliche Fußballtore für öffentliche
Spielplätze der Stadt Melle. Der nächste Auftrag ist schon in
den Büchern: Holzboxen für die eigene Schule zur Aufbewahrung
von Arbeitsmaterialien für die Freiarbeit. Als Material – dekoratives
dünnes Massivholz - werden Messerreste der Furnierhersteller verwertet,
die sonst im Ofen landen. Hier zeigt sich die Möglichkeit nachhaltigen
Handelns, weil die Gaben der Natur intensiv genutzt werden. Die Produktpalette
der Holzwerkstatt wurde in früheren Jahren schon auf Ökomärkten
präsentiert: vom französischen Weinlesekorb bis zum zweckmäßigen
Holznotenständer, der auch als Rednerpult verwendet werden kann. Im
letzen Jahr hat eine Schülergruppe ein stabiles Vortrags- und Beamerpult
aus Buchenholz entwickelt, das in Schulen und kirchlichen Einrichtungen
gut eingesetzt werden kann. Im Metallbereich sind ebenfalls Entwicklungsmöglichkeiten
vorhanden, die auch von potentiellen Auftraggebern angestoßen werden
können. Kontakte zu möglichen Kunden können über das
Sekretariat der Heinrich-Böll-Schule Melle, Tel 05422/924155 geknüpft
werden.